Die Schulen öffnen wieder – was bedeutet dies für die digitale Bildung?

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Langsam geht es wieder los mit dem Präsenzunterricht und es kehrt schrittweise die Normalität an die Schulen zurück. Was bedeutet das für den Einsatz von Mathegym? Welchen Stellenwert wird digitale Bildung an Ihrer Schule einnehmen? Die kostenlose Testphase endet am 31. Juli 2020. Zeit für eine Bestandsaufnahme und die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob Sie auch im nächsten Schuljahr Mathegym verwenden wollen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Nutzung durch Ihre Schüler?

Die Zeit der Schulschließung war eine große Herausforderung, zumal der Wechsel von Präsenzunterricht auf Homeschooling sehr schnell gehen musste. Hier passte Mathegym eigentlich ganz gut ins Konzept für digitale Bildung. Als eigenständige unterrichtsbegleitende Lernplattform ist Mathegym ideal für das selbständige Lösen von Übungsaufgaben und das Erlernen bzw. Auffrischen des Unterrichtsstoffes. Auch Lehrer hatten die Möglichkeit, über Arbeitsaufträge und statistische Auswertungen Kontakt zu den Schülern zu halten.

Aber die Praxis sieht meistens anders aus. Die besondere Belastung während der Corona-Zeit beeinträchtigte alle Zielgruppen. Die Eltern und Schüler hatten sehr viele verschiedene Aufgaben in allen Fächern auf mehreren Plattformen gleichzeitig zu meistern. Die Lehrer mussten sich in neue digitale Werkzeuge, Plattformen und Methoden einarbeiten. Durch das Ausfallen des Präsenzunterrichts, die Reduzierung der zu erledigenden Aufgaben und Kontrollen und durch das Ausbleiben der Prüfungen sank auch der Lerndruck noch stärker, als für die zweite Schuljahreshälfte üblich. Dies alles sind keine idealen Bedingungen, um eine neue Mathe-Lernplattform optimal einzuführen.

Jedoch ist das Ergebnis für die meisten Schulen aus unserer Sicht sehr positiv. Im Grund können wir zwei Gruppen von Schulen unterscheiden.

  1. Die mit Abstand meisten Nutzer hatten natürlich Schulen, die Mathegym im Rahmen des Unterrichts oder während der Schulschließung unter aktiver Mitarbeit der Lehrer verwendet haben. Schulen also, an denen viele Lehrkräfte Arbeitsaufträge an Ihre Schüler verteilt haben. Von diesen Schulen haben wir sehr positive Rückmeldungen bekommen. Offenbar hat die Plattform dazu beigetragen, das Homeschooling sehr effektiv und mit viel Zeitersparnis für die Schüler und Lehrer zu organisieren.
  2. Weitaus weniger Nutzung ergab sich dann, wenn die Lernplattform den Schülern auf rein freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt wurde – also ohne oder mit wenig Lehrerbeteiligung. Damit kein Missverständnis entsteht: Unter normalen Unterrichtsbedingungen, wenn Prüfungen anstehen und allein schon daraus ein großer Nachhilfe-Bedarf resultiert, wird Mathegym – sofern die Eltern über das Angebot gut informiert sind –  als freiwilliges Instrument von Schüler- und Elternseite gut angenommen.  Offenbar reichte es während der Schulschließungen aber nicht aus zu sagen: „wer will, kann auf dieser Plattform ein paar Zusatzübungen machen“.

Zu welcher Gruppe gehören Sie? Was sind Ihrer Meinung nach die Faktoren, die zum Erfolg oder Misserfolg geführt haben?

Alles eine Frage des Preises?

Auch wenn durchschnittlich weniger als 2 Euro pro Jahr und aktivem Account eine sehr geringe Investition in die digitale Bildung verglichen mit dem damit verbundenen Nutzen ist (siehe unsere Kosten-Nutzen-Analyse), so verstehen wir doch die Herausforderung, diese Kosten im Budget unterzubringen. In unserem Beitrag „Finanzierungsquellen für digitale Bildungsausgaben“ zeigen wir alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Mathegym auf. Und vielleicht lohnt es sich für die ein oder andere Schule, erstmal mit einer kleineren Lizenz und Nutzergruppe anzufangen, um die Wirkungsweise zu testen? Die Lizenzen starten bereits ab 199 Euro pro Schule und Jahr.

Dann alles eine Frage der Zeit?

Wenn man nun objektiv und kritisch die Zeit vor und während der Krise vergleicht (also regulärer Schulunterricht vs. Homeschooling), so lässt sich feststellen, dass sowohl der reine Präsenzunterricht als auch die reine digitale Umsetzung an Grenzen stoßen. Im Präsenzunterricht ist es meistens schwierig, aufgrund von Fehlzeiten oder dem Zwang zum einheitlichem Tempo heterogene Wissensstände oder Wissenslücken auszugleichen. Im reinen Online-Unterricht fehlt dagegen der persönliche Kontakt und der soziale Austausch.

Mathegym ist so konzipiert, die Vorteile beider Ansätze gut verbinden zu können. Und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen bzw. weiterzumachen, da sowohl die Schüler als auch die Lehrer sensibilisiert und eingearbeitet sind. Sie werden sehen: einmal richtig kommuniziert und eingeführt wird Mathegym Ihnen sehr viel Zeit und Arbeit ersparen.

Was bringt die Zukunft?

Wir bedanken uns auch für einige Anregungen, wie die Nutzung im Rahmen der Schullizenz noch optimiert werden kann. Viele der Anregungen werden wir im Laufe der nächsten Monate umsetzen. U.a. können Sie mit Folgendem rechnen:

  • Schülerleistungen im Rahmen der Arbeitsaufträge sollen für die Lehrkraft, die den Auftrag gegeben hat, immer einsehbar sein. Bei Übungen außerhalb der Arbeitsaufträge bleibt die bisherige Regelung bestehen, dass der Schüler aktiv einwilligen muss, damit seine Leistungen für Lehrer sichtbar sind.
  • Neben den Ergebnissen werden auch die fehlerhafte Lösungswege im Rahmen von Arbeitsaufträgen (zeitlich begrenzt) gespeichert und sind für den Lehrer, der den Auftrag gegeben hat, abrufbar.
  • Übungen im Rahmen der Schulbuch-Gliederung können auch als Arbeitsauftrag vergeben werden.
  • In den Top-30-Listen werden die frei wählbaren (anonymen) Nutzernamen angezeigt und nicht mehr die Klarnamen;  weiterhin werden aber nur Nutzer angezeigt, die das möchten.
  • Jede Schule kann selbst entscheiden, ob ihre Schüler bei der Registrierung Klarnamen angeben müssen (von uns empfohlen, da für die Schulen leichter handhabbar) oder ob der Nutzername genügt.

Fazit: Bleiben Sie Teil einer erfolgreichen Mathe-Community

Wenn Sie entschlossen sind, Mathegym aufgrund Ihrer guten Erfahrung weiter zu verwenden, so sind Sie in guter Gesellschaft 🙂 Tatsächlich haben sehr viele Schulen bereits zugesagt. In unserer letzten Umfrage haben 98% von über 400 teilnehmenden Lehrern eine klare Empfehlung für Mathegym ausgesprochen.

Wenn Sie aufgrund zu geringer Nutzung seitens Ihrer Schüler oder durch Budgetbeschränkungen mit sich hadern, so lassen Sie die vorangegangenen Zeilen auf sich wirken und treten Sie in den Dialog mit uns. Vielleicht finden wir gemeinsam einen Weg, Mathegym erfolgreich an Ihrer Schule zu installieren. Und vor allem: nächstes Schuljahr werden die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz ganz andere sein.

Werden Sie also Teil unserer mehr als 100.000 großen Schüler- und 4.600 großen Lehrer-Community!

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Robert Walters

Robert ist Kaufmann, Internet-Unternehmer, Business Angel und Vater von zwei Kindern. Ihm liegt das Thema "Digitalisierung am Bildungsstandort Deutschland" besonders am Herzen.

Alle Beiträge von: Robert Walters